Helmut Fischer ist nun bald fünf Jahre tot. Der ewige Stenz, der wohl in der Rolle
des Monaco Franze seine wahre Bestimmung gefunden hatte, hat der Männerwelt in einer
Folge eben dieser Serie ein Bewertungssystem für Frauen hinterlassen, dass einer
ganzen Generation von Schwerenötern ein grosse Hilfe gewesen ist: Monaco Franze teilte
die Frauen nach Uhrzeiten ein. Damit meinte er folgendes:
Ich gehe um 21.00 Ur in eine Bar. Hier schaue ich mich um und bewerte die anwesenden
Damen nach dem Zeitpunkt, an dem ich mit der entsprechenden Lady das Lokal in
Richtung heimatliches Bett wieder verlassen möchte. Demnach ist also eine 'halbzehn'
eine absolute Traumfrau, eine 'zwölf' grade noch akzeptable und für eine 'halbzwei'
braucht man schon ziemlich viel Alkohol, um sie sich erträglich zu trinken.
Damit haben wir bis jetzt gelebt, doch jetzt ist dieses System etwas in die Jahre
gekommen und die Leute, die sich noch an Helmut Fischer erinnern können, sterben auch
langsam aus (oder heiraten).
Deswegen brauchen wir Verbalerotiker dringend ein neues Bewertungssystem und in meiner
wissenschaftlichen Reihe 'Hilfen für Spanner' nehme ich mir heute das Hormonelle
Buchstaben-System von B und A vor. Die beiden Jungwissenschaftler haben mich gebeten ihre
Namen nicht zu veröffentlichen, da sie den noch laufenden Grossversuch nicht gefährden
wollen. Zur Sache:
Ort: Eine beliebte Bar / Disco in K*ln (Name der Grossstadt am Rhein aus o.g. Gründen auch
geheim)
Zeit: Samstags, 22 Uhr
Die Personen: B + A + ungezählte männliche und weibliche Lokalbesucher, erstere Gruppe ist
unwichtig
Voraussetzung: Ein nicht-beweglicher Gegenstand im Lokal, z.B. die Zapfanlage sowie ein
Aufenthaltspunkt mit guter Rundumsicht
Das System: Zunächst einigt man sich auf den o.g. nicht-beweglichen Gegenstand (nbG), an ihm
richtet man sich aus. Die Blickrichtung vom Aufenthaltsort aus zum nBG entspricht der Position
der 12 auf einer Uhr. An ihr richtet man alle Positionsangaben der zu bewertenden Objekte aus.
Zur besseren Einführung in das System belauschen wir nun die Konversation zwischen B und A:
Was machen unsere beiden Spinn.. äh .. Wissenschaftler hier also ? Spielen sie intertemporales
Cyberschach ? Nö, sie bewerten Frau (und darum geht es hier ja wohl!) Sehen wir uns das System
etwas genauer an. Jede Bewertung basiert auf einer Ortbeschreibung, gegeben durch die am nbG
ausgerichtete Uhrzeit und zwei Halbparameter, zusammengesetzt aus einem Buchstaben und einer
Zahl. Die Buchstaben bezeichnen einen vorher festgelegten Bewertungsbegriff, die da wären:
F: Mit dieser Lady würde ich einmal f...... (das F-Wort, im deutschen mit i, im englischen mit u)
Oder in neuzeitlicher Bac-Deo-Stick-Nomenklatur: Sie darf ihren Bac-Deo-Stick nicht bei dir
auspacken.
W: Mit dieser Lady würde ich es ein ganzen Wochenende aushalten. Oder: Sie holt den Bac-Deo-Stick
zwar raus, in der Nacht von Sonntag auf Montag gehen wir jedoch ins Bad und trinken das Deo
heimlich aus.
M: Mit dieser Lady werden wir es wahrscheinlich monatelang aushalten. Oder: Hier kommt ein
Bac-Deo-Stick voll zum tragen.
S: Die Lady kann ruhig den ganzen Sommer bei mir bleiben: Oder: ich hoffe, sie hat die günstige
Dreier-Deo-Stick-Packung gekauft
H: Das H-Wort, kaum ein Mann bringt es über die Lippen, aber es bedeutet, dass man einer Frau
für %&§$% die &%"$ hält. Oder: I don't care about Bac-Deo-Stick
Die Zahl hinter dem Buchstaben bezieht sich auf eine Spannweite von 1-10, angelehnt an das
Blake-Edwards-Bo-Derek-Dudley-Moore-Ten-System, je höher die Zahl, des besser. Dies wurde von
B + A eingeführt, weil man festgestellt hat, das ein fünfstufiges System nicht genau genug ist.
Was bedeuten nun also die Gesprächsfetzen von oben?
Halb Drei, F4: Rechts neben dir (von mir aus links) steht eine Alte, die ich grad so nicht von
der Bettkante stossen würde.
Viertel vor Sieben, W2: Die Braut hinter uns könnte zwei Tage bei mir bleiben.
Usw.
Einfach was? Die beiden Wissenschaftler haben dieses System in fast nüchternen Zustand entwickelt
und innerhalb monatelanger Feldversuche perfektioniert. Sie lassen sich auch nicht hereinreden,
was die Konsistenz des Systems angeht, z.B. die systeminternen Beziehungen, Fragen wie: Ist
eine F10 schlechter als eine W6? Eine H2 immer besser als eine S10? Kann eine M3 besser kochen
als eine F9? Ist der Fa-Deo-Roller besser als der von Bac ? Fragen über Fragen, die erst noch
geklärt werden müssen. Daran arbeiten B und A zur Zeit. Ach, und die Kategorie P fehlt, das steht
für: Die kann zu mir putzen kommen.
Letztendlich ist jedoch ein brauchbarer Nachfolger für das Monaco-Franze-System in Sicht. Und
für die armen Kerlen, die sich zur Zeit noch mit Aussagen wie: 'Ey, die Tussi an der Theke hat aber
einen geilen Pulli an' herumschlagen müssen, steht endlich die Lösung bereit.
Anmerkung von berufener Seite: Wenn A + B dann alle Bräute in K*ln durchnummeriert haben, dann
werden sie vielleicht auch ein System entwickeln, wie man die Mädels erfolgreich aufreisst !
Macht es gut!
PS: Nein, liebe Kinder, Bac-Deo-Roller kann man nicht trinken, da hat der Onkel einen Witz gemacht!